Ausgabe #10

Zukunft

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Zukunft hinterfragen.

Der Glaube an eine größere und bessere Zukunft ist einer der mächtigsten Feinde gegenwärtiger Freiheit.

Aldous Huxley (1894-1963)

Die gesundheitlichen Folgen für die nächste Generation.

von Justus Schikora

Wie wir für immer jung und gesund bleiben – und warum wir nicht allem trauen sollten, was in der Zeitung steht.

von Merle Riedemann

Cyberangriffe als internationale Herausforderung – wer trägt Verantwortung im digitalen Niemandsland?

von Julia Kasten

12 Megatrends

Kriterien für Megatrends der Zukunft

Dauer

Megatrends haben eine Dauern von mindestens mehreren Jahrzehnten.

Ubiquität
Megatrends zeigen Auswirkungen in allen gesellschaftlichen Bereichen, in der Ökonomie, im Konsum, im Wertewandel, im Zusammenleben der Menschen, in den Medien, im politischen System etc.
Globalität
Megatrends sind globale Phänomene. Auch wenn sie nicht überall gleichzeitig und gleich stark ausgeprägt sind, so lassen sie sich doch früher oder später überall auf der Welt beobachten.
Komplexität
Megatrends sind vielschichtige und mehrdimensionale Trends. Sie erzeugen ihre Dynamik und ihren evolutionären Druck auch und gerade durch ihre Wechselwirkungen.
Quelle: Zukunftsinstitut GmbH

Wie wir mit Risiken umgehen und diese wahrnehmen

von Ann-Kristin Winkens

Ein futuristischer Mordfall an der RWTH

von Paula Weller

Zwischen Fortschritt und Stillstand

Anonym

Aufwachen im Jahr 2050 – Gedanken zu perfektem Kaffee, Effizienz und Kriminalität der Zukunft

von Betül Hisim

Gedichte von Samuel Perepelitsa

Zukunftszyklus

– Zwei Versuche

I Bündelung

Über die Zukunft Auskunft geben,
Ist keineswegs ein leichtes Stück.
Gestaltet nicht schon unser Leben
Den Weg des Künftigen zurück?

Ist Zukunft greifbar oder schwindend,
In relativen Zeitkorsetts?
Dem gegenwärt’gen Geist erfindend,
Ein Lebensfäden spinnend Netz?

Ist Zukunft nichts als Transzendenz,
Die in das Faktum übergeht?
Oder die Spur Ambivalenz,
In der sich unser Leben dreht?

Liegt sie in Ferne oder nah?
Läuft sie mit uns, an uns vorbei?
Ein Schatten, wähnend oder wahr?
Oder ein Ziel, das sichtbar sei?

Vergeht die Zukunft mit dem Denker?
Oder schließt sie sich And’ren an?
Gibt es noch Raum für Richtungslenker?
Oder folgt alles einem Plan?

Besteht sie wohl nur aus den Plänen,
Im Scheitern oder Glückes Freud?
Bringt jeder Tag ein neues Wähnen,
Das Zukunft mit Idee bestreut?

Sind wir nicht selber Teil der Zeit?
Ist künftig gleich nicht schon gescheh’n?
Bleibt Zukunft nicht Wahrscheinlichkeit?
Und Zeit, s‘ Gedicht hier zu versteh’n?

Ein kleines Wort, unendlich Feld.
Ein blätternd‘ Buch; wer ist der Held?

Zukunftszyklus – Zwei Versuche

Gedichte von Samuel Perepelitsa, Lehramt Deutsch/Geschichte

II Händelung

Liegt Zukunft etwa auf der Hand?
Über die Hügel, Fältchen, Finger?
Kann man hier lesen, wohlverkannt,
Die eig’nen Leid- und Freudenbringer?

Wird wie der ‚Klenkes‘ sie nicht oft
Von vielen überspielt, vergessen?
Doch Hand-gebunden, unerhofft,
Wird dessen Wicklung hoch bemessen.

Wie viertem Finger blühen Ringe
In Hand-versprechend voller Pracht?
Doch wenn die Glock‘ im Schnipps verklinge,
Wird oft aus Rechtem links gemacht.

Kann nicht zuweilen weit’res Leben
Den Plänen ‚Mittelfinger zeigen‘?
Doch will der Faustschlag auch viel geben,
Sobald die Klagegesten schweigen.

Erscheint dem Menschen Zukunft selten,
Auch wenn sie uns viel zeigen soll?
Als richtungsweisend kann sie gelten
Und dirigiert durch Dur und Moll.

Saugt nicht an ihrem Daumen gern
Der Mensch, wenn Zukunftsängste steigen?
Doch auf dem Kampfplatz nah und fern,
Kann er auch unten, oben zeigen.

Unter der Hand kann man nicht greifen,
Der Zeichensprache Rüg‘, Applaus.
Vielleicht muss Zukunft in uns reifen?
Und streckt die off’ne Hand dir aus?

Nein, auf der Hand liegt kein Voran;
Doch in der Uns’ren dann und wann!

Zukunft vorstellen.

Alone of all the creatures in the world, trolls believe that all living things go through Time backwards. ‚If the past is visible and the future is hidden,‘ they say, ‚then it means you must be facing the wrong way. Everything alive is going through life back to front.

Terry Pratchett, Reaper Man

Zukunft vorstellen.

Alone of all the creatures in the world, trolls believe that all living things go through Time backwards. ‚If the past is visible and the future is hidden,‘ they say, ‚then it means you must be facing the wrong way. Everything alive is going through life back to front.‘

Terry Pratchett, Reaper Man

Star Trek – eine Kultserie als Stimmungsbild für eine positive Zukunft

von Thomas Sojer

Die Zukunft der Liebe – Wie künstliche Intelligenz unsere Beziehungen verändern kann.

von Nural Janho und Dennis Kremiec

Ein Blick in die Welt der kreativen Algorithmen

von Paula Weller

Ein Gedicht von Anuscha Zeighami

Kaffee am Hafen

Der Himmel strahlt unverschämt hellblau,
keine Wolke wagt zu existieren.
Du setzt dich neben mich auf die Parkbank, lehnst dich an,
als würde es nichts bedeuten.
Ein leises Lächeln sieht mich nicht an,
stattdessen,
hältst du deinen Ellenbogen hoch, wenn du aus deiner Tasse
trinkst,
dein Arm sehnt sich schließlich,
nach nichts auf der Welt so sehr wie nach mir.
Dein Duft kommt von weit her,
aus dem stürmischen Meer, aus seltsamen Ländern,
vermischt sich mit Kaffeeluft,
verdreht meinen Magen, verbietet meinen Atem.

Der Himmel seufzt rot.
Du und ich, wir sind wehmütige Menschen, mutig zu leiden,
also stehst du auf,
die lechzende Parkbank unterbricht unsere Stille.
Meine Seele empört sich – was kann ich tun?
Du harrst aus, willst mir Zeit schenken,
doch meine Zunge lahm,
überlässt Furcht den Sieg,
und ein Augenblick später,
als deine Beine dir wieder gehorchen,
gehst du.

Der Himmel verliert sich in Dunkelheit.
Ich blicke hinauf und bemerke:
Es war Vorgestern, da hat es zum ersten Mal
nach Sommer gerochen.
Oben fließt
ein schwarzes Königreich der Möglichkeiten, wo du wohl bist?
Der du in denselben Himmel siehst wie ich?
Wo du wohl lächelst und
wer wohl versucht es zu begreifen,
deinen Mut zu lächeln, obwohl es dein Leid versiegeln könnte.


Der Himmel wacht auf, eine goldene Sicht.
Du schläfst? Ich nicht.
Ich sitze wach auf meinem Vordach,
ein Irrsinn hat sich in mein Herz eingefangen,
quält rasend die Nacht.
Nämlich dies: Du denkst an mich und schläfst auch nicht.
Jede Parkbank der Stadt willst du neben mir entdecken,
du möchtest sogar den Herbstduft mit mir schmecken.


Erlösung wird kommen: ein Himmel glänzt pink!
Ein müder Mittag und Tagträumerein,
ein seltsamer Hafen und wartend auf mich,
gütiges, furchtloses Kaffeelicht.

Zukunftsvisionen im Wandel der Zeit

von Sofia Eleftheriadi

Zukunftsforschung...

ist eine Wissenschaftsdisziplin, die sich aus Statistik, Wahrscheinlichkeitslehre, Kulturwissenschaft, Systemtheorie und einer Vielzahl anderer Fachbereiche zusammensetzt. Es geht um die Analyse und längerfristige Prognose von Wandlungsprozessen.

Aufgabe der klassischen Zukunftsforschung ist es, Orientierungs- und Entscheidungshilfen für Management, Politik, Verwaltung, Wissenschaft oder Militär bereitzustellen, wobei sich das Umfeld zunehmend auf wirtschaftliche Organisationen ausgedehnt hat. Sie bezieht sich auf Elemente seriöser Trendforschung, ist aber mit ihr nicht identisch: In der Zukunftsforschung geht es um die mittel- und langfristigen Auswirkungen von Veränderungsbewegungen in einem größeren, ganzheitlichen Rahmen. Im Gegensatz zur Trendforschung mit einem Horizont von 5 bis 10 Jahren, beschäftigt sich die Zukunftsforschung mit der Fortschreibung in „mögliche Zukünfte“ in einem Zeitraum von 10 bis 25 Jahren.

Quelle: Zukunftsinstitut GmbH

Zukunftsvorstellungen und Literatur – die Geschichte der Utopie als Gattung

von Yvonne Schneider

Zukunft gestalten.

Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.

Antoine de Saint-Exupery

Zwischen Mensch und Digitalisierung – Über die Grenzen von Forschung und Wissenschaft

von David Aldenhoven

Entrepreneure und Innovationen der Zukunft

vom AC.E Aachener Entrepreneurship Team e.V.

Maibrauchtum

Öm de Uest’re jönt sich de Faaste uus,
Und der Zauber fängt in der Mainacht an:
Die Maijungen ziehen von Haus zu Haus
Und singen die unverheirateten Mädchen aus.
Ein jeder so schön, wie er es nur kann.

Sie singen von der Liebe, wie die Nachtigall einst
Und laden die Mädchen zu Spiel und Tanz
Mit Familie, Freunden und Fremden, die kommen von nah und weit.
In edlem Zwirn und langem Kleid
Wird nächtelang gelacht und getanzt, voll Eleganz.

Und stehen zwei Sterne am hohen Himmel, die heller leuchten als der Mond,
Dann fühlt ein jeder dieses Glück,
Das die Tradition uns schenkt, seit nunmehr 400 Jahr,
In Vergangenheit wie in Zukunft, denn ja, es ist wahr:
Ist Kirmes im Dorf, kommen alle nach Hause zurück.

Ein Gedichte von Christina Krüger, Soziologie

Ausblick Ausgabe 11

Freiheit und Grenzen

Freiheit und Grenzen – so alt dieser Gedanke auch sein mag, er stellt jede menschliche Generation vor neue Herausforderungen. Die Bedeutung der Frage nach Freiheit und Grenzen zeigt sich schon in der Vielfältigkeit, mit der sich diese stellen lässt. Gibt es grenzenlose Freiheit? Was bedeutet Freiheit für den Menschen als Individuum? Ist Gesellschaft eine Begrenzung der Freiheit oder macht sie uns erst frei? Wie wird sich unsere Freiheit verändern im Hinblick auf Klimawandel und Umweltzerstörung? Welche Grenzen werden uns dadurch aufgezeigt? Was haben wir für Freiheiten über den eigenen Körper? Sollte Selbstoptimierung Grenzen haben? Was bedeutet es, um seine Freiheit kämpfen zu müssen?

Mit diesen und vielen weiteren Aspekten soll sich die nächste Ausgabe beschäftigen – dabei geht es um einen interdisziplinären und inneruniversitären Diskurs.

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